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Was ist eine Bilanz und wie lese ich eine Bilanz? Numarics gibt Antworten.

25 January 2022

Was ist eine Bilanz und wie lese ich eine Bilanz? Numarics gibt Antworten.

Beitrag von Prof. Dr. Volker Doberanzke, Numarics Verwaltungsratspräsident und Professor für Finanzen und Internationales Management

Sobald Du Deinen Geschäftsbetrieb aufgenommen hast, musst du vielfältige administrative Aufgaben erledigen. Einige davon sind gesetzlich vorgeschrieben. Dazu zählen unter anderem die jährliche Erstellung einer Bilanz und einer Erfolgsrechnung. Beide Dokumente hält Numarics im Rahmen der Buchhaltung für Dich bereit. Die Bilanz liefert Dir wichtige Kennzahlen zur Mittelherkunft und -Mittelverwendung. Diese lesen zu lernen liefert Dir wertvolle Indikatoren zu deinem Geschäft. Was genau eine Bilanz ist, wie sie aufgebaut ist und was man daraus entnimmt, wird im Folgenden erläutert.

Die Bilanz: Wo kommen die Mittel her und wo gehen sie hin?

Die Bilanz ist eines der wichtigsten Dokumente für Dein Unternehmen. Und es hilft Dir, jederzeit den Überblick zu behalten. Doch wie ist die Bilanz aufgebaut und welche Inhalte hat sie?

Grundsätzlich hat die Bilanz zwei Seiten. Die Aktivseite (linke Seite der Bilanz) und die Passivseite (rechte Seite der Bilanz).

Die Aktiven…

Auf der Aktivseite Deiner Bilanz wird das Vermögen ausgewiesen. Also alle Vermögensgegenstände, die du für Dein Unternehmen benötigst. Dazu zählen zunächst einmal sämtliche Gegenstände, die du zum Führen Deines Unternehmens benötigst wie zum Beispiel Dein Geschäftsfahrzeug, Deine Büroausstattung, Deinen Computer und Drucker etc. Auf die Aktivseite gehören aber auch alle «nicht-materiellen» Vermögensgegenstände wie Guthaben bei Banken oder auch Geldanlagen, die du getätigt hast, um zum Beispiel Gelder, die du aktuell nicht benötigst, gewinnbringend anzulegen. Die Aktivseite zeigt also auf, was du mit dem Dir zur Verfügung stehenden Geld gemacht hast – sei es, dass du Dein eigenes Geld investiert hast oder aber du hast beispielsweise einen Kredit aufgenommen um ein Geschäftsfahrzeug zu kaufen. Deshalb heisst die Aktivseite auch die Seite der «Mittelverwendung».

Und damit die vielen Dinge, in die Du investiert hast auch gut strukturiert ausgewiesen werden, ist die Aktivseite in zwei Teile gegliedert. Das Umlaufvermögen und das Anlagevermögen.

Das «Umlauf-»vermögen ist der Teil Deiner Anlagen, die kurzfristig (das heisst innerhalb eines Jahres) in flüssige Mittel umgewandelt werden können. Das Umlaufvermögen ist grundsätzlich nach Liquidität gegliedert und umfasst unter Anderem die flüssigen Mittel, wie Kasse, Bankguthaben, Deine Forderungen gegenüber Geschäftspartner (Debitoren) und Deine Vorräte. 

Unter dem Umlaufvermögen steht das «Anlage-»vermögen. Dieses umfasst alle Vermögensteile, die Deinem Unternehmen für einen längeren Zeitraum (meist über mehrere Jahre) zur Verfügung stehen, Hierzu zählen z.B. die bereits oben erwähnte Büroeinrichtung, Geschäftsliegenschaft, Maschinen etc.

…und die Passiven

Die Passivseite (rechte Seite der Bilanz) gibt Dir Auskunft darüber, wo du das Geld, dass Du für die Aktivseite verwendet hast, herbekommen hast. Die Passivseite heisst deshalb auch «Seite der Mittelherkunft». Ähnlich wie die Aktivseite ist auch die Passivseite nach Fristigkeiten gegliedert. Sie beginnt mit dem kurzfristigen Fremdkapital, also beispielsweise Dein Überziehungskredit bei Deiner Bank oder auch ausstehende Rechnungen, die du noch bezahlen musst (Kreditoren).

Darunter folgt das langfristige Fremdkapital. Das sind beispielsweise langfristige Hypothekendarlehen, die Du von Deiner Bank besorgt hast.

Unter dem langfristigen Fremdkapital stehen jene Mittel, die du selbst in das Unternehmen eingebracht hast: Das Eigenkapital. Hier wird auch Dein Gewinn ausgewiesen.

Damit haben wir sämtliche Bestandteile einer Bilanz angeschaut. Schematisch sieht die Bilanz also wie folgt aus:

Grundsätzlich ist eine Bilanz immer ausgeglichen, das heisst die Summe der Aktiven und die Summe der Passiven haben immer den gleichen Saldo. Doch wie erreichst Du eine Gleichheit zwischen beiden Seiten? Wenn alles richtig verbucht ist, findet der Ausgleich grundsätzlich über das Eigenkapital- bzw. das Gewinnkonto statt. Und noch etwas ist wichtig: Die Bilanz ist immer nur eine Momentaufnahme und ändert sich täglich. Ein wichtiger Bilanzstichtag ist häufig der 31. Dezember, also der Tag, an dem normalerweise ein Geschäftsjahr endet.

Du wächst mit Deinen Geschäftsaktivitäten? Dann wächst auch Deine Bilanz: Nehmen wir an, Du kaufst ein neues Geschäftsfahrzeug und finanzierst den Kaufpreis mit einem Kredit. Dann erhöhen sich sowohl die Aktiven (Geschäftsfahrzeug) als auch die Passiven (langfristiger Kredit).

Mit Numarics als Business Operating System hast du deine Bilanz immer griffbereit. Wir verbuchen für dich sämtliche Belege und erstellen dir in Echtzeit deine Bilanz, sodass du immer alles im Blick hast. Und genügend Zeit für das, was wirklich wichtig für dich ist: Deine Kunden.

Prof. Dr. Volker Doberanzke
Numarics Verwaltungsratspräsident und Professor für Finanzen und Internationales Management
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