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Wie werde ich erfolgreich? Die wichtigsten Erfolgsfaktoren für Dein Startup

25 January 2022

Beitrag von Prof. Dr. Volker Doberanzke, Numarics Verwaltungsratspräsident und Professor für Finanzen und Internationales Management

Wie Studien belegen scheitern mehr als 80% aller Startups. Oder anders ausgedrückt: Nur zwei von zehn Startups werden erfolgreich. Warum ist das so? Und gibt es Erfolgsfaktoren, auf die GründerInnen oder ein Gründerteam besonders achten sollten? Gibt es so etwas wie eine Erfolgsformel?

Numarics gibt Anworten.

 

Die Statistiken

In der Schweiz bleibt die Szene der Startups ausserordentlich dynamisch: Im Jahr 2019 wurden mehr als 40’000 neue Unternehmen gegründet. Damit nimmt die Schweiz im relativen Vergleich weltweit eine Spitzenposition ein. Die meisten dieser Firmen werden in der Rechtsform einer GmbH (ca. 39%) oder Einzelfirma (32%) gegründet, gefolgt von Aktiengesellschaften (20%). Damit einher geht eine beeindruckende Anzahl von Patentanmeldungen: Nach dem eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE) wurden im Jahr 2019 mehr als 8'000 Patente angemeldet. Die Tabelle wird angeführt von den USA (> 45'000 Anmeldungen), Deutschland (>25'000 Anmeldungen) und Japan (>20'000 Anmeldungen). Schaut man allerdings auf die relative Anzahl der Patentanmeldungen, dann belegt die Schweiz weltweit einen einsamen Spitzenplatz: Fast 1'000 Patentanmeldungen pro Mio. Einwohner wurden in der Schweiz angemeldet; der Durchschnitt in der EU liegt bei bescheidenen 140 Anmeldungen.

Und auch volkswirtschaftlich spielen junge Unternehmen eine wichtige Rolle: Rund 400'000 Arbeitnehmer sind in Unternehmen beschäftigt, die jünger als 10 Jahre sind.

Und doch können diese Zahlen nicht über eines hinwegtäuschen: 80 % aller Gründungen überleben die ersten drei Jahre nicht, fand der renommierte US-Gründerverein Y Combinator heraus. Doch warum ist das so? Und gibt es Faktoren, auf die besonders geachtet werden sollte, um ein Startup zum Erfolg zu führen? Aufschluss geben Analysen über die Gründe, warum Startups scheitern.

Die vier Hauptgründe für das Scheitern von Startups werden im Folgenden kurz skizziert und Ansatzpunkte geliefert, wie diese Faktoren erfolgsorientiert beeinflusst werden können.

 

Die Geschäftsidee  

Eine zentrale Rolle bei der Analyse von Erfolgsfaktoren für Startups nimmt die Geschäftsidee ein. Ist die Idee wirklich innovativ oder einfach nur ein kurzer Trend? Schaffe ich es, mit dieser Idee einen Markt zu «disrupten» (engl. stören). Dabei muss die Geschäftsidee nicht immer besonders kompliziert sein. Viele einfache Ideen führten zu sehr erfolgreichen Unternehmen. Ein Beispiel ist das Unternehmen AirBnB: Eine einfache Geschäftsidee - die Schaffung einer Buchungsplattform für die private Vermietung von Wohnraum - schaffte es im Jahr 2020 an die New Yorker Börse mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 20 Mrd. US $. Eine aussergewöhnliche Idee? Nein, aber definitiv eine neuartige Idee und vor allem hoch skalierbar. Skalierbarkeit, das heisst die Fähigkeit, schnell und nachhaltig zu wachsen, ist eine entscheidender Erfolgsfaktor für das Überleben eines Startups. Ist die Idee zwar gut, aber es lassen sich keine nennenswerten Umsätze erzielen, wird es schwierig. Oder aber es lassen sich ausreichende Umsätze erzielen aber die Kosten zur Bereitstellung des Produktes sind schlicht zu hoch. Das bedeutet es muss die Frage beantwortet werden, wie hoch der technische Aufwand ist, ein «skalierbares» Produkt zu bauen. Der Prüfung der Skalierbarkeit sollte im Gründungsprozess besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.  

Die Marktchancen

Eng mit der Skalierbarkeit zusammen hängt die Frage, wie gross der relevante Markt für die Geschäftsidee ist. Die Analyse des künftigen Markt- und Wettbewerbsumfeldes ist absolut entscheidend für den Erfolg eines jeden Startups. Das Ganze beginnt mit der einfachen Frage: Wer sind meine potenziellen Kunden und wie viele potenziellen Kunden gibt es? In meinem Kanton, in der Schweiz, in Europa und gegebenenfalls weltweit. Grundsätzlich gilt, dass je grösser der Markt ist, umso besser sind die Chancen für ein Überleben. Aber Vorsicht: Wie sieht die Wettbewerbssituation aus? Gibt es bereits zahlreiche Wettbewerber und wenn ja, was ist die sogenannte «Unique Value Proposition» also das Alleinstellungsmerkmal meiner Geschäftsidee gegenüber meinen Wettbewerbern. In diesem Zusammenhang ist auch die Frage zu klären, wie sich der Markt in den nächsten Jahren entwickelt. Handelt es sich um einen Markt mit stabiler Nachfrage oder ist es ein schrumpfender Markt? Und wie sieht der Markt in fünf Jahren aus? Schliesslich ist die Frage zu beantworten, wie hoch die Margen für mein potenzielles Produkt aussehen, das heisst die Gewinnpotenziale. In hoch umkämpften Marktsegmenten lässt sich beobachten, dass die Gewinnmargen meist unter Druck geraten. Hier ist es entscheidend, wie innovativ meine Geschäftsidee ist: Ist der Kunde bereit, für meine (innovative) Geschäftsidee einen aus meiner Sicht attraktiven Preis zu bezahlen? Je innovativer also mein Produkt ist, desto leichter lassen sich attraktive Gewinnmargen durchsetzen. Ein/e Startup-UnternehmerIn sollte also bei der Entwicklung der Geschäftsidee ausreichend darauf achten, dass das Produkt auch als «Innovation» wahrgenommen wird.

Das Gründerteam

Eine absolut zentrale Bedeutung kommt dem Gründerteam oder dem /der GründerIn zu. Allerdings sprechen die Statistiken auch hier eine eindeutige Sprache. Zunächst lässt sich feststellen, dass «Einzelgründer», also einzelne Personen, die ein Startup gründen überproportional häufig scheitern. Teamwork ist also vorteilhaft. Aber: Auch im Team kann es schwierig werden. Häufig stimmt die «Chemie» zwischen den Gründungspartner nicht und oder es fehlt schlicht das fachliche Know-How für die Umsetzung einer Idee. Das US-amerikanische Gründerzentrum Y Combinator sieht in der Zusammensetzung eines Gründerteams eines der häufigsten Gründe, warum Startups scheitern. Der Grundsatz «Drum prüfe, wer sich ewig bindet» gilt also auch für die «Firmenehe». Zum Beispiel sollte für ein erfolgreiches Startup umfassendes Know-How im Bereich der Digitalisierung, der Schnittstellen zwischen Technik und Produkt, der Skalierbarkeit von App-basierten Prozessen etc. vorhanden sein. Hinzu sollten ausreichende Kenntnisse im Bereich der gesetzlichen Anforderungen an die entsprechenden Produkte und zumindest umfangreiche Kenntnisse im Bereich Rechnungswesen, Steuern und Liquiditätsmanagement vorhanden sein. In jedem Fall wichtig wären auch Kenntnisse im Bereich «Sales und Marketing». Nur wenn es dem Startup gelingt, schnell Kunden zu gewinnen, steigen die Chancen für ein langfristiges Überleben. Grundsätzlich gilt «The first ten employees will make or break your startup», also die ersten zehn Mitarbeiter entscheiden über den Erfolg eines Startups. Häufig lassen sich fehlendes Know-How und/oder Fachkenntnisse zum Beispiel über ein Beratungsgremium (Advisory Board) ins Boot holen. 

Die Finanzierung

Schliesslich bleibt die Herausforderung der Finanzierung (engl. Funding). Die beste und innovativste Geschäftsidee nutzt wenig, wenn es mir nicht gelingt, ausreichende finanzielle Mittel für die Umsetzung zu erhalten. Hierbei bieten sich eine Reihe von Alternativen an, die in einem gesonderten Blog behandelt werden (Siehe hierzu auch der Artikel zum Thema: «Wie finanziere ich ein Startup»). Für gute Ideen sollte es immer möglich sein, Investoren zu finden. Grundlegende Voraussetzung hierbei ist, dass ich in der Lage bin für meine Geschäftsidee einen möglichst professionellen Geschäftsplan zu entwickeln (siehe hierzu der Artikel: «Ohne Plan keinen Erfolg: Der Geschäftsplan») .

 

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Prof. Dr. Volker Doberanzke
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